Sensationserfolg für Westfalia Herne Triathlon Harsewinkel

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Verbandsligamannschaft wächst mit Platz 3 über sich hinaus

Die Verbandsliga Nord machte an diesem Sonntag Station beim traditionellen Triathlon im ostwestfälischen Harsewinkel. Bei der 30. Austragung stand wie schon beim Auftakt in Versmold ein Rennen über die olympische Distanz an, mit Marius Kruza für Jürgen Mann nahm das Team eine personelle Änderung vor. Das Schwimmen verlief für die Westfalia-Athleten verhältnismäßig gut, Jan Müller und Michael Gniffke kamen im Mittelfeld aus dem Wasser, Björn Esser und Marius Kruza folgten kurz darauf. Das Radfahren sollte heute die Paradedisziplin sein, als ausgewiesener Spezialist legte Gniffke ein enormes Tempo vor, aber auch Esser und Müller zeigten sich deutlich verbessert zum Auftakt, Kruza konnte trotz fehlender Kilometer aufgrund einer hartnäckigen Erkältung in den letzten Wochen ebenfalls sehr viele Plätze gut machen.   

Auf der Laufstrecke sorgten Esser und Müller für mächtig Druck und zogen an weiteren Konkurrenten vorbei, Gniffke konnte dieses Mal ein gutes Tempo laufen - in Versmold war er durch eine Kniereizung gehandicapt - und auch Kruza hielt die Intensität hoch. "Im Ziel wussten wir, dass wir eine grandiose Leistung hingelegt haben", bilanzierte das Quartett anschließend, "aber dass es für das Podest reichen würde, haut uns absolut umgehauen." Die Einzelplatzierungen 8 (Esser), 10 (Müller), 25 (Gniffke) und 38 (Kruza) bedeuteten einen knappen, aber hochverdienten sdritten Platz und damit schon nach zwei Wettkämpfen den so gut wie feststehenden Klassenerhalt. Mit diesem dritten Platz konnte der Aufsteiger zeigen, dass man mit den etablierten Großen in der Verbandsliga absolut mithalten kann. "Und da ist keine Laufkundschaft unterwegs, sondern richtig hohes Niveau", wissen die Vier die Leistungen der Konkurrenz richtig einzuordnen. Allerdings ist der Treppchenplatz möglicherweise teuer erkauft, bei Müller brach eine ausgeheilte Fußverletzung wieder auf, sein Einsatz am nächsten Wochenende in Steinbeck ist praktisch ausgeschlossen. "Aber Ersatz steht bereit, da machen wir uns gar keine Sorgen." Parallel zum Herren-Rennen waren auch die Damen zum ersten Mal in Ligamission unterwegs, Christin und Olivia Masseck und Birgit Deppe bewältigten eine Sprintdistanz über 500 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Laufen. Christin Masseck kam dabei blendend zurecht und erreichte als 18. das Ziel, Olivia Masseck und Birgit Deppe kämpften sich bei Temperaturen um 30 Grad ebenfalls stark durch, in der Endabrechnung kamen sie auf einen starken 17. Platz unter 30 Mannschaften.

Mitteldistanzen in Bonn und Kraichgau

Die Seniorenmannschaft von Westfalia Herne Triathlon war indes in Bonn am Start. Die verkürzte Mitteldistanz über 3,8 km Schwimmen (stromabwärts im Rhein), 60 km Rad durch Siebengebriege und 15 km Laufen nahmen Frank Neuwirth und Siggi Noll in Angriff. Während Neuwirth bereits auf dem Rad mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, musste er nach zwei Laufkilometern passen. Noll biss sich durch und finishte im Rahmen seiner Vorbereitung auf die Langdistanz in Frankfurt in respektablen 4.40 h (40 min Schwimmen, 2.20 h Rad und 1.40 h Laufen).

Eine große Gruppe entsandte das Team zur Mitteldistanz ins Kraichgau. Die Aufregung im Quintett war groß, schließlich wartete nicht nur eine anspruchsvolle Strecke, sondern mit Heike Liga und Nicole Rudolf waren auch zwei Debütantinnen auf der Mitteldistanz dabei. Jörg Schmidt zeigte dabei in 5.25 h die schnellste Leistung aus Westfalia-Sicht, aber auch Jürgen Mann (5.50 h), Michael Aßhauer (6.15 h) und die Debütantinnen Nicole Rudolf (6.20 h) und Heike Lipa (6.39 h) zeigten tolle Ergebnisse auf der schweren Strecke, die vor allem beim Radpart viele Anstiege aufweist. Und so flossen nicht nur Schweiß und Belohnungsgetränke, sondern auch die eine oder andere Freudenträne.

Allen Startern herzlichen Glückwunsch und eine gute Erholung.

 

Impressionen

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