Herten: Teamwork in Bertlich

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Quintett von Westfalia Herne Triathlon bei traditioneller Laufveranstaltung

Zugegebenermaßen gab es auch schon bessere Wetterbedingungen als an diesem windigen und nasskalten Sonntag in Bertlich. Doch bei einer so traditionsreichen Veranstaltung denkt man natürlich keine Sekunde darüber nach, sondern schickt die Athleten auf die insgesamt acht Distanzen, die sich von 850 m für die Jüngsten bis zum Marathon erstrecken.

Westfalia Herne Triathlon war mit insgesamt fünf Athleten am Start. Heike Lipa, Birgit Deppe und Siegfried Noll hatten sich für die 10 km entschieden, Michael Aßhauer und Jörg Deppe liefen auf der Halbmarathondistanz etwas mehr als die doppelte Strecke. Wir wollten die 21 km mal unter ambitionierten Bedingungen zurücklegen", 

schilderten die beiden im Ziel. "Wir sind entsprechend zügig gelaufen, aber in keinem Moment an die Grenzen gegangen. So war es unter dem Strich ein sehr gutes Training für uns." Die gute Form unterstrichen beide mit Zeiten von deutlich unter zwei Stunden und Plätzen unter den ersten 100 im Gesamteinlauf.

Auch die 10 km absolvierten die Herner Läufer gemeinsam. Heike Lipa und Siegfried Noll stellten sich hierbei als "Zugpferde" für Birgit Deppe zur Verfügung. "Das war wichtig", sagte sie hinterher, "ohne die Beiden hätte ich bei den Bedinungen wohl aufgegeben." Aber so kämpfte sich das Trio über die windanfällige Strecke im Norden des Ruhrgebiets und erreichte nach etwas mehr als einer Stunde das Ziel. Dabei konnte Birgit Deppe sogar noch den dritten Platz in ihrer Altersklasse erreichen, Heike Lipa kam auf Rang vier und Siegfried Noll wurde 13. "Heike wäre sicher auch aufs Podium gelaufen, aber sie hat sich sozusagen in den Dienst der Mannschaft gestellt. Das zeigt einmal mehr, was für einen tollen Zusammenhalt wir bei Westfalia Herne Triathlon haben. Hier wird Teamgeist groß geschrieben", freuten sich alle fünf nach ihrem erfolgreichen Finish.

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Herne: SC Westfalia 04 Herne Triathlon zeigt Präsenz

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Viele Starter und (Staffel) Siege für das junge Team

Traditionell wird Anfang November der Martini-Lauf in der Herner Innenstadt ausgerichtet. Beim "Heimspiel" war es für Westfalia Herne Triathlon natürlich Ehrensache, mit breiter Phalanx aufzulaufen. "Vor allem ging es uns darum, uns als Verein zu präsentieren. Deshalb sind mit einer großen Gruppe ganz entspannt gelaufen." Ein entsprechend tolles Bild gaben die vielen blauen Hemden in dem mehrere hundert Läufer starken Feld ab. "In dieser Gruppe ging es nicht darum, die letzten Prozente rauszuquetschen, wir wollten einfach Spaß haben und viele Menschen für unseren Verein begeistern." Dass dies gelungen ist, zeigte sich durch reges Interesse am eigens aufgebauten Infostand.

So ganz ohne sportliche Ambitionen traten die Herner dann aber doch nicht an. "Es wurden Staffeln angeboten, bei der sich drei Läuferinnen oder Läufer die Strecke des Hauptlaufes über zehn Kilometer aufteilen. Da war es schon der Plan, eine gute Rolle zu spielen." Auch dieses Ziel erreichten die Athleten des jungen Teams, welches erst im September als Abteilung innerhalb Westfalia Herne gegründet wurde. Bei den Damen siegten Heike Lipa sowie Olivia und Christin Masseck in 44:29 min. Bei den Männern hatten Marius Kruza, Michael Gniffke und Jan Müller in 38:48 min die Nase vorn.

Dazu gab es schöne Erfolge auf der Kurzdistanz: Esther-Maria Kropp lief bei den Schülerinnen A als Erste durchs Ziel, ihre Mutter Heike Kropp gewann ihre Altersklasse W45 und wurde 13. im Gesamteinlauf über 3,2 Kilometer. Nele Renner gewann im gleichen Lauf ebenfalls ihre Altersklasse und belegte in der Gesamtwertung einen herausragenden 2. Platz, Mutter Steffi Renner holte in der der AK45 den dritten Rang.

Und so ging letzten Endes keiner der Herner Triathleten unzufrieden nach Hause. "Zwei Staffelsiege, zwei Alterklassensiegen, ein Einzelsieg, viel Spaß und eine Menge Präsenz, ich denke, wir haben vieles richtig gemacht", bilanzierte auch Abteilungsleiterin Olivia Masseck nach der Veranstaltung.

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Haltern: Wenn erwachsene Männer im Dreck wühlen...

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Herner Trio beim Cross-Duathlon in Haltern am Start

Bereits seit einem Vierteljahrhundert tragt TuS Sythen den Cross-Duathlon in Haltern aus. Bei der Jubiläumsausgabe war mit Jörg Deppe, Jürgen Mann und Karsten Kiepsch auch ein Trio von Westfalia Herne Triathlon vertreten.

Alle drei wählten die Langdistanz, bei der es zunächst 3,5 Kilometer zu laufen galt. Die Route führte wellig durch die Wälder der Westruper Heide, etwa zur Mitte der Runde war ein knackiger Anstieg zu bewältigen, der den Athleten auch noch beim Wechsel auf das Mountainbike in den Knochen steckte. Doch hier von Ruhe keine Spur, der Kurs auf dem Rad war ähnlich hügelig, führte aber über 12 Kilometer, so dass die vielen bissigen Anstiege entsprechend häufig zu bewältigen waren. Als "Belohnung" wartete die Laufrunde noch einmal auf alle, merklich angeschlagen büsten praktisch alle Starter hier noch einmal Zeit gegenüber dem ersten Durchgang ein.

Das Team von Westfalia Herne Triathlon schlug sich aber auch in der finalen Disziplin noch einmal prächtig, was mit den Einzelergebnissen 64 (Deppe, 1:16:10 h), 67 (Mann, 1:16:38 h) und 82 (Kiepsch, 1:20:06 h) und einem starken achten Platz in der Mannschaftswertung belohnt wurde. Schlammige Schuhe und dreckige Kleidung gab es gratis dazu.

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Mallorca: JETZT ERST RECHT...

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Am 17.10. hieß es für die Massecks bei der Mitteldistanz Paguera "Feuer frei" auf der schönen Sonneninsel Mallorca! 
Dafür sind sie schon zeitig angereist, denn die Ansage vom Trainer war: "wir starten aus dem Training raus." 
Dies war damit begründet, dass besonders Christin durch immer wieder aufkommende Erkältungen im Training zurückgeworfen wurde und ihr so wertvolle Kilometer fehlten.

Olivias Wettkampf begann allerdings schon eine Woche vor der eigentlichen "Challenge Paguera". Bedingt durch eine Fischvergiftung, hieß es am Anfang der Woche beten und hoffen, dass der Körper sich wieder fängt. Für den Rest der Woche stand für Olivia also nur noch ein reduziertes Trainingsprogramm auf dem Plan mit der Hoffnung, dass auch der Magen wieder mitspielt. 

Der Wille zu finishen trieb Olivia trotz allem am 17.10 pünktlich um 9:16 Uhr an den Strand von Paguera. Mit einem guten Wasserstart ging es zusammen mit ihrer Frau auf die 1,9km lange Schwimmstrecke. 
Anfangs lief es für beide gut. Das Meer war ruhig und die Positionen waren klar verteilt.

Mit der Wende in Richtung Strand tauchten erste Probleme auf. Durch die tief stehende Sonne war eine optimale Orientierung unmöglich, so dass die Ideallinieverlassen wurde und ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden musste.

Gemeinsam gingen die Massecks in die erste Wechselzone, die besonders für Olivia gut verlief. Raus aus dem Neo und rein in die Radschuhe - dies gelang Olivia erstmals schneller als ihrer Frau.
Jetzt ging es auf die 90km lange Radstrecke mit knapp 1000Hm und einem anspruchsvollen Kurs. Die erste Radrunde lief super für beide, doch zu Beginn der 2.Runde sollte Olivia schon Tribut für die letzte Woche zahlen müssen. Die Speicher des Körpers waren leer und der Magen verweigerte jegliche Form von Nahrungsaufnahme. Dennoch war Olivia getrieben von dem Willen, ins Ziel zu kommen und trat nun den Kampf gegen den eigenen Körper an.

Christin konnte eine gute Radzeit abrufen und kam zufrieden zum zweiten Wechsel. Flott tauschte sie die Schuhe und ging auf die 21,1km lange Laufstrecke...die erste Runde lief relativ ruhig. Die Anweisung vom Trainer hieß "langsam angehen" und hinten raus zulegen. Wie Christin nach dem Rennen berichtete, waren die Beine richtig heiß für ein schnelles Rennen und die Laufzeit von 1:45 h waren in der ersten Runde noch realistisch. Die knapp 400Hm inkl. 120 Treppenstufen setzten dem angeschlagenen Rücken von Christin jedoch immer mehr zu, so dass es in diesem Rennen doch noch nicht sein sollte. Trotzdem glücklich über die Laufzeit von 1:58 h und einer Zielzeit von5:43:06 h war die Leistung im Vergleich zum Vorjahr fast 30 Minuten schneller, so dass Christin sichtlich zufrieden im Ziel war.

Jetzt hieß es Daumendrücken für Olivia. Aus dem Zielkanal hörte Olivia immer wieder die Zurufe ihrer Frau...für Olivia war klar, heute wird nicht der Trainingserfolg abgerufen, sondern mentale Stärke trainiert. Fokussiert auf das Ziel und der eiserne Wille hinter der Ziellinie von ihrer Frau gefeiert zu werden, gelang es Olivia, trotz der Magenprobleme und der anspruchsvollen Laufstrecke mit einer Zeit 7:00:35 h ins Ziel zu laufen.

Hier zeigte sich Olivia trotz der Zeit überglücklich mit den Worten "ich habe zwar den Kampf gegen die Zeit verloren, aber den Kampf gegen meinen eigenen Körper habe ich gewonnen." Ein Teilsieg, den die Massecks zu feiern wussten!
Für die nächste Saison steht für beide fest: Es wird wieder eine Mitteldistanz geben...hungrig auf mehr heißt es aber jetzt erst mal Beine hoch und viel Zweisamkeit fernab von langen Schwimm-, Lauf- und Radeinheiten!

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Witten: Saisonendspurt zur Bestzeit

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Bei allerbesten äußeren Bedingungen - kühl, sonnig und windstill - wurde am 26.09.2015 der 9. Ruhrtal-Marathon in Witten ausgetragen. Die Farben von Westfalia Herne Triathlon vertrat Jan Müller, der den anspruchsvollen Lauf im letzten Jahr für sich entscheiden konnte. "Natürlich wäre es schön, den Titel zu verteidigen, aber das hängt ja sehr von der Konkurrenz ab. Ich will meine Zeit von 2014 verbessern und dann schauen, wofür es reicht", sagte er vor dem Start.

Ein Blick in die Startliste sorgte schnell für klare Verhältnisse, mit David Schönherr war ein Läufer dabei, der eine Bestzeit in der Nähe von 2.30 h aufweist. Entsprechend schnell ging das Rennen los, Schönherr setzte sich bereits nach wenigen Metern mit einem Mitstreiter ab, dahinter folgte ein weiterer Läufer und ein Trio, in dem sich auch Jan Müller befand. "Wir sind die erste Hälfte der ersten Runde zügig, aber mit Augenmaß gelaufen", berichtete er später. 

Dies ist in Witten wichtig, da die zweite Hälfte der zwei Runden jeweils mit 250 Höhenmetern gespickt ist, die sich auf drei Anstiege verteilen.

Während die ersten drei einsam ihre Kreise zogen und die Podestplatzierungen früh vergeben waren, fiel einer der Läufer aus Müllers Gruppe nach gut zehn Kilometern langsam zurück. Zu zweit ging es dann weiter, ein Auge dabei immer auf der Uhr. "Ich bin bewusst nach Puls gelaufen, um mir Körner für das harte Finish aufzusparen", schilderte Müller seine Taktik, die letztlich gut aufging. Bis 35 Kilometer hatte das Duo Bestand, als es zum zweiten Mal nach Schloss Steinhausen und dann durchs Muttental ging, fiel auch der zweite Konkurrent zurück. "Ich wusste nicht, wieviel Vorsprung ich hatte und habe deshalb nicht locker gelassen." Der verdiente Lohn: Nachdem auch der Schlussanstieg von der Ruine Hardenstein nach Vormholz überstanden war, ging es zügig ins Ziel, wo in 3:04:26 h eine neue Bestzeit zu Buche stand.

"Das Niveau war heute sehr hoch, im letzten Jahr war ich acht Minuten langsamer und habe gewonnen, jetzt reicht es ´nur´ zu Platz vier." Trotzdem war Müller hochzufrieden, zumal er mit dieser Zeit die Altersklasse M35 gewinnen konnte. "Nur schade, dass die weiteren Platzierten nicht zur Siegerehrung erschienen sind", bedauerte er und scherzte: "So war es etwas einsam auf dem Podest." Jetzt werden erst einmal die Beine hochgelegt, um in einigen Wochen mit der Vorbereitung auf die neue Saison zu beginnen.

 

Impressionen

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